Dalmore

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Dalmore Brennerei
Die wunderbare Brennerei liegt im Örtchen Alness in Schottland. © by Wojsyl

Dalmore – Die Brennerei

Die Brennerei wurde von Alexander Matheson im Jahre 1839 gegründet und direkt an die Familie Sunderland weiterverpachtet. Im Jahr 1850 übernahm Margeret Sunderland die Leitung von Dalmore, ehe die Leitung 1867 an die Mackenzie Brüder (Charles, Andrew und Alexander) überging. Als Alexander Matheson 1891 verstarb, verkaufte Sir Kenneth Matheson die Brennerei an die Mackenzie-Brüder für nur 14.500 £. Im Jahr 1917 zog die Royal Navy mit auf das Gelände von Dalmore um dort Minen herzustellen. Nach dem Abzug der Royal Navy wurde durch eine große Explosion ein Teil der Brennerei beschädigt. Andrew Mackenzie zog daraufhin das Verfahren bis in das House of Lords, weil sich dieser und das Royal Navy nicht auf eine Entschädigung einigen konnten.

Die Whisky-Produktion begann wieder im Jahr 1922. Aus dem Zusammenschluss der Mackenzie Brothers (Dalmore) Ltd. und der Whyte & Mackay Ltd. wurde 1960 die Dalmore-Whyte & Mackay Ltd. gegründet.

Start einer Verkaufs-Odyssee

1990 kaufte American Brand die Brennerei und der Name änderte sich sechs Jahre später von Whyte & Mackay in JBB (Greater Europe). Bereits 2001 wurde der Name durch einen Management Buy-Out erneut geändert in Kyndal Spirits. Ein Jahr später erfolgte eine erneute Umbenennung des Namens zurück in Whyte & Mackay.

United Spirits Limited, eine Tochter der indischen The UB Group, kaufte 2007 die Firma Whyte & Mackay und die dazugehörigen Brennereien Dalmore, Isle of Jura, Fettercairn und Tammavulin für 595 Millionen Pfund. Aus kartellrechtlichen Gründen kaufte die philippinische Emperador Inc. die Brennerei Whyte & Mackay am 31. Oktober 2014 für 430 Millionen £.

Dalmore Brennerei
Ein wunderbarer Blick über die Gebäude und ein paar Fässer. © by Chris Allen

Die Produktion bei Dalmore

Das Wasser für die Brennerei aus der Region Highlands bzw. Northern Highlands stammt aus dem Fluss Alness oder auch Averon genannt. Seit 1982 bezieht Dalmore das Malz von fremden Mälzereien (Bairds Malt, Inverness).

Die Dalmore-Brennerei verfügt über einen Edelstahl Maischbottich mit 9,2 Tonnen und acht Gärbottiche für je 49.500 l aus Douglasienholz.

Destilliert wird unteranderem in vier Wash Stills. Zwei davon umfassen jeweils 16.500 Liter und zwei weitere je 8.250 Liter. Dazu kommen vier weitere Spirit Stills. Davon je zwei mit 11.364 Liter und zwei zu je 7.340 Liter die durch Dampf erhitzt werden.

Die Mälzerei

Dalmore betrieb von 1839-1892 ihre eigene Mälzerei und ließ den Whisky auf dem eigenen Gelände in ihren Lagerhäusern reifen.

1956 ersetzte eine Saladin Box die Malzböden. Ihr fragt euch, was eine Saladin Box ist? Die Saladin Box wurde benannt nach ihrem Erfinder Charles Saladin und ist eine große, flache Maschine, in der die keimende Gerste mechanisch umgewälzt wird, und so eine perfekte Luftzirkulation ermöglicht.

Um eine markante Rauchnote zu produzieren, verwendete man ab und zu auch getorftes Malz. Im Jahr 1982 wurde das Mälzen eingestellt und das Malz fortan von industriellen Mälzereien bezogen. 

Das Lager

Die Lagerhäuser sind bei Dalmore eine Art Wallfahrtsort, weil sie einige der ältesten Whiskyvorräte der Welt beherbergen. Dalmore besitzt neun Lagerhäuser auf ihrem Brennereigelände. Darunter befinden sich vier traditionelle, flache Dunnage Warehouses und fünf größere, modernere Racked Warehouses.
Die meisten der Lager bestehen aus mehrere Stockwerke, sodass die Gesamtlagerkapazität unglaubliche 65.000 Fässer umfasst.

Dalmore nutzt eine Vielfalt an Fasstypen, am häufigsten jedoch Ex-Bourbon-Fässer

Die Abfüllung bei Dalmore

Der 12-jährige war jahrelang die einzige Originalabfüllung auf dem Markt. Weitere Abfüllungen gibt es seit 2002 darunter einen 21-Jährigen, einen 30-Jährigen – für den nordamerikanischen Markt – und The Cigar Malt.

Der Dalmore 12, Dalmore 15 und Dalmore 18, sowie der Cigar Malt Reserve und King Alexander III gehören heute zu den Standardabfüllungen. Des Weiteren erhaltet ihr aber auch eine große Range mit Sonderabfüllungen und die Rivers Collection.

Fun-Fact: Wusstet Ihr, dass im Jahr 2002 ein 62-jähriger Whisky der Marke bei einer Auktion von McTear’s für 25.877 £ verkauft wurde und war damit damals die teuerste Flasche Whisky der Welt.

Lust auf einen Besuch bei Dalmore? – Das Besucherzentrum

Ihr seid große Whisky-Liebhaber und seit immer wieder wissbegierig auf der Suche nach besonderen Erlebnissen mit euren Whisky-Freunden? Dann habe ich hier noch einen speziellen Tipp für euch. Wenn ihr einmal Urlaub in Schottland macht, dann besucht doch einmal die Dalmore-Destillerie. Die Brennerei hat ein exzellentes Besucherzentrum. Ihr werdet in dem dazugehörigen Shop und dem kleinen Café auf eure Kosten kommen. Sollte euch das zu wenig sein und ihr seit mehr darauf aus, euer Wissen zu erweitern, könnt ihr auch eine Brennereitour bei Dalmore mitmachen.

Bucht euch die Touren online und erfahrt in ca. eine Stunde alles über die Brennerei Dalmore.

Ich wünsche euch viel Spaß dabei.

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