Cragganmore

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Cragganmore Brennerei
© by Cls With Attitude

Cragganmore – Die Brennerei

Die Brennerei wurde im Jahre 1869 am Fuße des Craggan More Hill von John Smith gegründet. Wunderbar gelegen auf dem Gelände des Ballindalloch Castle, ist die Brennerei einer der unzähligen Brennereien in der Speyside. Smith wählte den Ort durch seine praktische Lage aus. Denn in der Nähe verläuft der Bach „Craggan Burn“, aber auch die Bahnstrecke durch das Tal der Spey. Somit nahe der Wasserquelle und perfekte Lage für die Auslieferung der edlen Tropfen. Um dies realisieren zu können, überredete Smith den Besitzer Sir George MacPherson-Grant dazu, ihm ein Stück Land in der Nähe der Eisenbahnstrecke zu verpachten.

Die Zeichen für die neu gegründete Destillerie im Norden Schottlands standen schon früh auf Grün, denn Smith war kein Unbekannter in der Whisky-Szene. So war er früher bereits Manager bei Macallan-, Glenlivet-, Glenfarclas- und der Clydesdale-Brennerei. Mittlerweile gehört die Brennerei Cragganmore zu dem Konzern Diageo, welche den Whisky als Teil seiner Classic Malts vertreibt.

Die damalige Eisenbahn wird mittlerweile nur noch als Wanderweg genutzt, bietet aber immer noch viele schöne Stellen, die an die Vergangenheit erinnern. Zusätzlich zu den schönen Wanderwegen liegt Cragganmore auch auf dem sogenannten Malt Whisky Trail. Dieser Weg führt vorbei an 8 Brennereien in der Speyside und ist ein beliebter Weg bzw. eine beliebte Route für Whisky Fans.

Cragganmore Brennerei
© by Andrew Wood.

Die Produktion bei Bowmore

Wie bereits erwähnt, wurde die Brennerei bewusst in der Nähe des Flusses Craggan Burn angesiedelt. Das reine Quellwasser wird für die Herstellung des Whisky benutzt. Das Malz wird bei Cragganmore extren eingekauft von der Mälzerei Roseisle Maltings aus Elgin. Das Malz hat einen extrem geringen Phenolgehalt mit gerade einmal 2 ppm. Produziert wird mit zwei Wash Stills mit je 9.200 Litern Volumen und zwei Spirit Stills mit je 6.100 Litern Volumen. Die Pot Stills wurden vom damaligen Gründer John Smith eigens entworfen und finden bis heute Verwendung. Eine der beiden Spirit Stills weißt zudem eine besondere Form auf, da sie einen flachen Kopf hat. Dadurch wirkt es, als wenn man den Hals einfach oben abgeschnitten hätte. Bis heute bleibt es unklar, ob dies Absicht war oder lediglich dem Platzmangel unterlag.

Die Mälzerei

Wie bereits erwähnt, kommt bei Cragganmore lediglich eingekauftes Malz zum Einsatz. In fast allen Fällen ist das Malz ungetroft, bis auf die Sonderabfüllung aus dem Jahr 2019. Beim Maischen kommen die Mash Tun mit 7 Tonnen Gerstenschrot und frischem Quellwasser zum Einsatz. Im Vergleich zu vielen anderen Destillerien kommt bei Cragganmore nur ein kontinuierlicher Maischvorgang zum Einsatz. Normal wären 2-3 Durchgänge, um mehr Zucker aus dem Schrot herauszuholen.

Das Lager

Bei Cragganmore setzt man auf 4 der traditionellen Dunnage Warehouses für die Lagerung der edlen Tropfen. Beim Cragganmore 12 wird der Whisky in Bourbon Hogheads gelagert. Ein Hogshead ist ein großes Fass, dass aus mehreren Ex-Bourbonfässern besteht – zu deutsch auch Ochsenkopf genannt. Dabei werden die Fässer von innen ausgebrannt, um einen schärferen Geschmack zu erzeugen. Bei anderen Abfüllungen kommen aber durchaus auch andere Fässer zum Einsatz, wie zum Beispiel als Port Pipe Finish bei der Destillers Edition.

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